Nutzerstrategie des INFORAMA

Die Ziele der Nutzerstrategie INFORAMA

Die inhaltlichen Angebote des INFORAMA bleiben.

  • Starkes INFORAMA für starken Landwirtschaftskanton
  • Kompetenzen bündeln mit den Kompetenzzentren
  • Voraussetzungen für hohe Bildungs- und Beratungsqualität:
    - Vernetzung mit Partnern in Kompetenzzentren und in der Region
    - angepasste Zentralisierung und Regionalisierung
    - moderne, flexibel nutzbare Infrastruktur
    - Synergien nutzen (Hauswirtschaft und Betriebsleiterschule, praxisnahe hauswirtschaftliche Bildung ermöglichen, moderne Zusammenarbeit über die Bildungsstufen hinweg)
  • Bedürfnisse der Revision Grundbildung Landwirtschaft abdecken

Der Auftrag der Regierung

Der Kanton Bern ist der grösste Agrarkanton der Schweiz. Das Bildungs-, Beratungs- und Tagungszentrum INFORAMA hat eine grosse Bedeutung insbesondere in der Landwirtschaft. Es ist heute auf sieben Standorte im deutschsprachigen Teil des Kantons Bern verteilt. Viele der Gebäude sind sanierungsbedürftig. Um den Anforderungen an einen modernen Bildungs-, Beratungs- und Tagungsbetrieb zu genügen, stehen an mehreren Standorten Investitionen an.
Um das INFORAMA zukunftsgerichtet zu positionieren und die beschränkten Kantonsmittel zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu investieren, hat der Regierungsrat eine Nutzerstrategie erarbeiten lassen. Auslöser für die Erarbeitung der Nutzerstrategie INFORAMA waren insbesondere 

  • die Einsicht, dass die bestehenden Räumlichkeiten des INFORAMA den Anforderungen gemäss «Schulraumstrategie 2030» nicht mehr entsprechen;
  • die anstehenden Revision der beruflichen Grundbildung und der Höheren Berufsbildung der Landwirtschaftlichen Berufe (inkl. Pferdeberufe) auf nationaler Ebene mit einem zu erwartenden starken Einfluss auf die Ausbildung im Bio-Landbau;
  • die Umsetzung eines neuen Finanzierungsmodells (→ Subjektfinanzierung) in der höheren Berufsbildung mit einem starken Einfluss auf die bäuerlich-hauswirtschaftlichen Ausbildungen.

Der Regierungsrat des Kantons Bern beauftragte im Juli 2019 das INFORAMA, ein strategisch-räumliches Betriebskonzept zu erstellen. Gemeinsam mit externen Anspruchsgruppen und mit Vertretern betroffener Branchen sind dem Grossen Rat drei Varianten unterbreitet worden. 

Die Wahl des Grossen Rates des Kantons Bern

Der Grosse Rat hat sich in der Frühlingssession 2025 für die Variante «Kompetenzzentren» entschieden: Für die drei Standorte Rütti (Zollikofen) als Kompetenzzentrum «Landwirtschaft und Hauswirtschaft», Berner Oberland (Hondrich) als Kompetenzzentrum «Alp- und Berglandwirtschaft» und Seeland (Ins) als Kompetenzzentrum «Spezialkulturen» mit Gemüsebau, Obst, Beeren und Rebbau. An den Standorten Emmental (Bäregg) und Waldhof (Langenthal) sollen die ersten beiden Lehrjahre für Landwirtinnen und Landwirte sowie Beratungen weitergeführt werden. Die Fachstelle Obst und Beeren des Standorts Oeschberg wird nach Ins ans INFORAMA Seeland umziehen und die gegenwärtig gemieteten Schulzimmer am heutigen Standort Schwand werden aufgegeben.

Die Planung

Nach aktuellen Schätzungen könnte die Neuausrichtung des INFORAMA per 2040 abgeschlossen sein. Gemäss Schätzung von 2025 könnten sich die Gesamtkosten der nötigen Investitionen und der Instandsetzungsarbeiten auf 248 Millionen Franken belaufen. Aktuell sind in der gesamtkantonalen Investitionsplanung GKIP aktuell 127,6 Millionen Franken eingestellt. 

In einem ersten Schritt werden die jeweiligen Fachspezialisten des INFORAMA IST- und SOLL-Analysen pro Standort erstellen.

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Kaspar Gruenig

Kaspar Grünig

Direktor